Einen eher außergewöhnlichen Sportunterricht erlebten SchülerInnen der Julius-Leber-Schule (JLS) am 12.05.2022 in Breisach. Sie durften im Rahmen der sozialen Woche, die wiederum Teil des pädagogischen Konzeptes der JLS ist, erste Erfahrungen in der Behindertensportart „Rollstuhl-Rugby“ sammeln – und das mit einem nicht alltäglichen Lehrer, Mark Pape, einem erfolgreichen Rollstuhlrugbyspieler. Er zeigte den nicht-behinderten Teenagern in der Breisgauhalle, wie viel Spaß Sport machen kann, auch wenn man ein Handicap hat.

„Behindertensport macht Schule“ heißt das Projekt, mit dem der Badische Behinderten- und Rehabilitationssportverband (BBS) in den Schulen unterwegs ist. Ziel des Projekts ist es, Kinder und Jugendliche für Menschen mit einer Behinderung zu sensibilisieren und ihnen vielfältige Sportmöglichkeiten näher zu bringen. Durch den Sport werden Distanzen und Hemmungen abgebaut. Das Projekt spricht sportliche Bewegung, soziale Kompetenz, koordinative Fähigkeiten und Kreativität an.

Zunächst gab es von Mark Pape und der Projektleiterin Laura Wienk-Borgert einige Informationen über den Behindertensport, der nicht zuletzt durch die Paralympics mehr und mehr in das öffentliche Blickfeld gerückt ist. Dann durften die SchülerInnen sich mit dem etwas anders gebauten Rollstuhl vertraut machen und drehten ein paar Runden durch die Halle. Im nächsten Schritt wurde das Fangen und Passen des Balles -auch während der Fahrt- geübt und zum Schluss ging es dann zur Sache: eingeteilt in mehrere Teams traten die Jugendlichen gegeneinander an. Die anfängliche Zurückhaltung war schnell gewichen, als die SchülerInnen durch die Halle flitzten und sich gegenseitig beharkten.

Viel zu schnell ging diese abwechslungsreiche Sporteinheit vorbei, wobei die Anstrengung in Armen und im Oberkörper zur Nebensache wurde. Wichtig war die Erkenntnis, dass Sport mit einem Handicap richtig viel Spaß machen kann.